Hinweise zum Prüfungsfach „Mandantenorientierte Sachbearbeitung"
Bestandteil der mündlichen Prüfung, dem vierten Prüfungsfach, ist bekanntlich das Prüfungsfach „Mandantenorientierte Sachbearbeitung".

Zur Vorbereitung auf dieses Prüfungsfach weisen wir auf folgende Einzelheiten zum Ablauf und zum fachlichen Inhalt hin:

Die Gesamtzahl der anstehenden Prüflinge wird grundsätzlich in Prüfungsgruppen zu je drei oder ggf. zwei Kandidaten eingeteilt werden.
Die insoweit gebildeten Prüfungsgruppen werden sich gemeinsam in einem gesonderten Raum unter Aufsicht eines Prüfungsausschussmitgliedes auf das jeweils gewählte Thema vorbereiten. Hinsichtlich des vorzubereitenden Themas können die Prüflinge zwischen zwei zur Wahl gestellten Aufgaben auswählen.
Hinsichtlich der Gebiete, auf die sich die zur Wahl gestellten Aufgaben und auch das weitere Prüfungsgespräch beziehen können, gilt § 15 der Prüfungsordnung. Diese Vorschrift hat folgenden Wortlaut:Das Prüfungsfach „Mandantenorientierte Sachbearbeitung" besteht aus einem Prüfungsgespräch. Der Prüfling soll ausgehend von einer von zwei ihm mit einer Vorbereitungszeit von höchstens zehn Minuten zur Wahl gestellten Aufgaben zeigen, dass der berufspraktische Vorgänge und Problemstellungen bearbeiten und Lösungen darstellen kann. Für die zur Wahl gestellten Aufgaben sowie das weitere Prüfungsgespräch kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
Allgemeines Steuer- und Wirtschaftsrecht,
Einzelsteuerrecht,
Buchführungs- und Bilanzierungsgrundsätze,
Rechnungslegung

Das Prüfungsgespräch soll für den einzelnen Prüfling nicht länger als 30 Minuten dauern (davon entfallen auf den Kurzvortrag in der Regel zwischen fünf und zehn Minuten).

Hervorzuheben ist, dass die Prüflinge eine Vorbereitungszeit von zehn Minuten haben, in der sie sich ohne Nutzung von Gesetzestexten zu dem gewählten Thema Aufzeichnungen machen können. Die nicht gewählte Aufgabe haben die Prüflinge unmittelbar an den Aufsichtsführenden zurück zu geben. Ebenso werden nach Abschluss der mündlichen Prüfung die gewählten Themen einschließlich der Notizen vom Ausschuss eingesammelt.In welcher Reihenfolge die Kandidaten ihre Kurzvorträge zu halten haben, wird grundsätzlich vom Prüfungsausschuss vor Beginn der Prüfung festgelegt werden. Dabei wird die Reihenfolge wechseln, d. h. es wird nicht nur auf das Alphabet abgestellt werden.Nach Abwicklung der Kurzvorträge (ggf. mit Zwischen-/oder Ergänzungsfragen) geht die Prüfung in ein Gruppengespräch über, in das alle Prüfungsgebiete gem. § 15 der Prüfungsordnung (s. o.) einbezogen werden können. Dabei wird grundsätzlich eine „fächerübergreifende" Aufgabenstellung im Vordergrund stehen.

Nach Abschluss der mündlichen Prüfung wird für jeden Prüfling eine Punktzahl zwischen 0 und 100 für die erbrachte Leistung in der mündlichen Prüfung festgelegt.

Die mündliche Prüfung geht mit 25 % in das Prüfungsgesamtergebnis ein und hat damit die gleiche Wertigkeit wie einer der drei schriftlichen Prüfungsklausuren.